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Finance

Startup-Fonds nimmt Fahrt auf

An der Medienkonferenz: Die private, gemeinnützige Stiftung steht seit 2019 unter dem Patronat von Bundesrat und WBF-Vorsteher Guy Parmelin. Johann N. Schneider-Ammann, der die Initiative ins Leben gerufen hat, ist Ehrenpräsident.
Foto: Swiss Entrepreneurs Foundation

Bereits im Dezember 2017 wurde die Swiss Entrepreneurs Foundation gegründet. Mit der Stiftung ist auch ein Fonds verbunden, der in Startups und innovative KMUs investiert werden soll. Die Stiftung wurde gemeinsam von Privatwirtschaft und Politik lanciert und steht unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Nun hat die eidgenössisische Finanzmarktaufsicht Finma den von Mobiliar, UBS und Credit Suisse geschaffenen Fonds bewilligt.

Die Schweiz gehört zu den weltweit führenden und innovativsten Volkswirtschaften. Dafür sorgt ein dynamisches Ökosystem von KMU, Forschungsinstitutiuonen, Startups und Grosskonzernen. Doch gerade der Innovationsstandort und die Startups stehen vor grossen Herausforderungen. Vermehrt wandern Jungunternehmen und damit das technologische Know-how nach der Gründungsphase ins Ausland ab. Diese Bewegung ist umso bedenklicher, als dass die hiesige Wirtschaft durch die Digitalisierung auf das technologische Wissen und entsprechende Kooperationen angewiesen ist.

Deshalb haben eine Reihe von Schweizer Firmen, Unternehmer und Politiker im Dezember 2017 die Swiss Entrepreneurs Foundation (SwissEF) gegründet. Die Stiftung fördert Schweizer Startups und innovative KMUs in der Wachstumsphase. Ziel ist, dass die Schweiz damit ihre führende Stellung als Wirtschafts- und Innovationsstandort ausbauen und neue Arbeitsplätze schaffen kann.

Mit der Stiftung ist gleichzeitig ein Fonds verbunden, der Swiss Entreprenurs Fund. Die Stiftung soll auf der einen Seite konkrete Projekte umsetzen, welche «die Rahmenbedingungen für Unternehmertum und innovative Technologien verbessern». Gleichzeitig lancierte die Stiftung gemeinsam mit UBS, Credit Suisse und der Mobiliar einen Fonds. Ende Januar hat die eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma den Fonds nun bewilligt.

Äufnung kann starten

Die Zielgrösse des Swiss Entrepreneurs Fund ist auf 500 Millionen Franken angelegt. Er investiert in Schweizer Startups und innovative KMUs in der Wachstumsphase, die bereits Produkte am Markt haben und über einen Kundenstamm verfügen. Die erste Kapitalgeberin ist die Mobiliar, die sich mit 100 Millionen Franken am Fonds beteiligt und als Ankerinvestorin massgebend an der strategischen Ausrichtung der Stiftung mitwirkt. Nachdem die Finma die Bewilligung für den Fond erteilt hat, kann er nun in den nächsten Monaten geäufnet werden.

Der Fonds richtet sich insbesondere an institutionelle Anleger wie Pensionskassen, vermögende Privatpersonen und Family Offices. Der Fonds agiert rechtlich unabhängig von der SwissEF. Die beiden Banken werden dabei den Vertrieb und das Portfoliomanagemen übernehment, die Stiftung bringt Know-how für die Wachstumsunternehmen und die Mobiliar Kapital ein.

Zu den Initianten der Stiftung gehören Mobiliar, UBS, Credit Suisse, die Gebert Rüf Stiftung, Wenger & Vieli und der Zürcher Ständerat Ruedi Noser. Die private, gemeinnützige und unabhängige Stiftung mit Sitz in Bern steht seit Anfang 2019 unter dem Patronat von Bundesrat und WBF-Vorsteher Guy Parmelin. Johann N. Schneider-Ammann bleibt der SwissEF als Ehrenpräsident verbunden