What you Gonnado?

10%-Gutscheine, ein Mittagessen, 100 Franken Rabatt auf das Jahresabo. Ein Berner Start-up hat das Couponing mittels Retargeting weiterentwickelt und will dem bröckelnden «Deal-Modell» den Rang ablaufen.

Das Jungunternehmen Gonnado aus Bern hat Anfang dieses Jahres eine neue Art von Rabattcoupon eingeführt. Anders als beim herkömmlichen Deal, wie man ihn von Plattformen wie Groupon oder DeinDeal kennt, werden die Rabattcoupons nicht auf einem Portal bezogen. Die Coupons werden dem Kunden auf Webseiten wie Facebook oder Google als Anzeigen präsentiert. Und dies erst, nachdem der Kunde durch das Aufrufen der Firmenwebseite sein Interesse bekundet hat.

Die Coupons können auf das Mobile geladen oder per E-Mail bezogen und dann direkt vom Display, per Telefon oder ausgedruckt eingelöst werden

Zwei Unterschiede zum herkömmlichen Deal

Ein Unterschied zum herkömmlichen Deal ist, dass es nicht das primäre Ziel der Rabattcoupons ist, Schnäppchenjäger anzulocken, sondern den interessierten Kunden durch Rabatte auf ein bereits in Betracht gezogenes Angebot oder Produkt zu lenken. Und anstatt den Rabattcoupon gleich online zu verkaufen, wird dieser kostenlos heruntergeladen und bei der Bezahlung vor Ort vorgewiesen.

Der neue Deal ist lukrativer für Unternehmen

Groupon hat in den letzten fünf Jahren achtzig Prozent seines Börsenwerts verloren. Ein Grund dafür ist, dass die Deals für Unternehmen zu wenig attraktiv sind. Denn diesen bleibt nach fünfzig Prozent Rabatt minus fünfzig Prozent Provision nur noch rund ein Viertel des Preises. Zudem sind die Käufer oft einmalige Schnäppchenjäger, statt treue Kunden. Dazu Samuel Mäder, CEO von Gonnado: «Während für Unternehmen bei Groupon nur etwa ein Viertel des Preises übrig bleibt, bleibt bei Gonnado nach Rabatt und Werbekosten je nach Erfolg etwa die Hälfte bis drei Viertel des normalen Preises und die Chance auf einen neuen, treuen Kunden ist auch noch grösser».

Gonnado übernimmt Groupon Inventar

«Als sich Groupon im Frühjahr 2016 aus der Schweiz zurückgezogen hat, haben wir deren Büroinventar übernommen – inzwischen sitzen wir dicht gedrängt an den ehemaligen Groupon-Tischen» sagt Mäder. Denn Gonnado wächst aktuell rasch. Seit dem Start vor neun Monaten sind 1’000 Unternehmen eingestiegen und 25’000 Personen haben sich Coupons heruntergeladen. «Wir sind optimistisch, dass wir nach dem erfolgreichen Start in der Schweiz und in Deutschland auch in den USA und Grossbritannien Fuss fassen werden», so Samuel Mäder. Unternehmen, die Retargeting testen wollen, bietet Gonnado eine kostenlose Probekampagne, mit der sie unverbindlich herausfinden können, wie lukrativ der neue Deal ist.

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