Smart Home: Deutsche mobiler als ihre Nachbarn

Kühlschränke, die sich von selber auffüllen, Jalousien, die automatisch runterfahren, wenn die Sonne das Haus aufheizt und Lichter, die sich auf den Tagesablauf der Bewohner einstellen: Smart-Home-Geräte werden immer beliebter. In Deutschland lag der Umsatz in diesem Bereich 2017 bei 1,8 Millionen Euro und soll Prognosen zufolge bis 2022 um jährlich rund 20 Prozent wachsen. Die Frage, die sich Etailer stellen ist: Wie kaufen die Verbraucher diese Geräte ein? Die Antwort liefert Admitad, das zu den grössten Affiliate-Marketing-Netzwerken weltweit gehört. In seiner Shopping-Analyse hat Admitad den Smart-Home-Markt unter die Lupe genommen und vergleicht zur besseren Einordnung die Märkte aus der DACH-Region miteinander.

In der Übersicht ist dargestellt, über welche Devices, in welchen Monaten und zu welchen Uhrzeiten DACH-Verbraucher 2017 online Smart-Home-Geräte geshoppt haben. Ausserdem ausgewertet wurden die ersten vier Monate 2018 und wie hoch der durchschnittliche Einkaufswert war. Dafür wertete Admitad die erfolgten Verkäufe über sein Affiliate-Netzwerk aus.

Devices: Deutschland ist wesentlich mobiler als seine Nachbarn

Smart-Home-Geräte kaufen deutsche Shopper viel lieber über mobile Devices ein, als die Österreicher und Schweizer: rund 31 Prozent der Verkäufe in Deutschland erfolgten mobil. In Österreich waren das immerhin noch rund 15 Prozent. Die Schweiz ist hier Schlusslicht mit nur etwas mehr als zwei Prozent.

Die beliebtesten Shopping-Monate für Smart-Home

Auch hier sind die deutschsprachigen Länder unterschiedlich. In Deutschland ist der Juni, was den Umsatz im Bereich Smart Home betrifft, der absolut stärkste Monat. Mehr als 400.000 US-Dollar wurden hier über das Netzwerk von Admitad umgesetzt.

Österreichische Verbraucher kauften am liebsten im Winter ein: Februar, November und Dezember sind die umsatzstärksten Monate. Im Sommer hingegen vergeht den Österreichern offenbar die Lust am Smart Home. Die Schweizer kauften übers Jahr verteilt ausgeglichener ein als die Österreicher. Jedoch sind auch hier November und Dezember die stärksten Monate.

Umsatzstärkste Uhrzeiten: Schweizer kaufen im Pyjama ein

Was die umsatzstärksten Tageszeiten anbetrifft, ist die Schweiz ein Ausreisser: Während alle DACH-Verbraucher gerne am Nachmittag einkaufen, sind die Eidgenossen, die einzigen, die auch spätabends, kurz vor dem Schlafengehen, häufig zuschlagen: um 23 Uhr wurde nur etwas weniger umgesetzt als um 18 Uhr. Die Deutschen sind dafür die einzigen, bei denen noch um 4 Uhr morgens Umsatz im Smart-Home-Bereich gemacht wurde, wenn auch nicht viel.

Warenkorbwert 2018: Schweiz mit den grössten Schwankungen

Der durchschnittliche Einkaufswert war in der DACH-Region in den ersten vier Monaten 2018 sehr unterschiedlich. In Deutschland führt der Februar mit 271 US-Dollar. Vergleichbar schwach waren dagegen Januar und Februar mit ungefähr 130 US-Dollar.

In Österreich hingegen fing das Jahr stark an mit 227 US-Dollar Einkaufswert. Dann folgte eine zweimonatige Durststrecke mit 85 und 64 US-Dollar. Im April kauften die Österreicher dafür umso mehr ein: 338 US-Dollar war der durchschnittliche Einkaufswert im Smart-Home-Bereich. In der Schweiz war der März mit 345 US-Dollar der Monat in der DACH-Region, mit dem höchsten Einkaufswert. Dafür war der Februar mit 44 US-Dollar auch der schwächste Monat in der Region.

„Der Smart-Home-Markt wächst in der ganzen DACH-Region“, sagt Alexander Bachmann, Gründer und CEO von Admitad. „Interessant sind die Unterschiede im Einkaufsverhalten unter den Ländern, die auch zeigen, dass die Region gar nicht so homogen ist, wie die Zusammenfassung unter dem Begriff DACH manchmal denken lässt. Deutschland ist vor allem im Bereich Mobile viel weiter. Schweizer haben den grössten Einkaufswert erreicht, Österreich ist aber gar nicht weit dahinter auf Platz zwei.“

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